|
Bei der Loreley entsteht ein Das Motto des Kultursommers 2010 „Über Grenzen“ hat die
Künstlerinnen Petra Dutiné und Sylvia Catharina Hess dazu angeregt, ein
Kunstprojekt ins Leben zu rufen, das es in dieser Art an der Loreley noch nicht
gegeben hat: Nicht nur Bosuk Lee überwindet Grenzen, um mit den deutschen Kunstschaffenden zusammenzuarbeiten. Alle Beteiligten sind aufgerufen, in ihren Arbeiten eine Beziehung zwischen bildender Kunst und Literatur herzustellen und damit über die Grenzen einer Kunstsparte hinauszugehen. Der Kunst-&-Literatur-Pfad Loreley wird am 4. Juli an der KLP-Station 5 feierlich eröffnet. Musik, Lesungen, von den Künstlerinnen und Künstlern geführte Wanderungen zu den 17 Ausstellungsstationen und Weinproben der Winzergenossenschaft Bornich werden im Juli und August an mehreren Wochenenden stattfinden. Im Loreley-Besucherzentrum ist zeitgleich eine Ausstellung mit Gemälden von Petra Dutiné und Sylvia Catharina Hess zum Welterbethema zu sehen. Mehrere Schriftstellerinnen und Schriftsteller werden an unterschiedlichen Plätzen aus ihren Werken lesen. Am 1. August wird die Band „Traumhaus“ ein Konzert geben. Auch in den Songtexten dieser Gruppe geht es um Grenzüberschreitungen. Der KLP ist ein Kunstprojekt, das auf Dauer angelegt ist. Die Kunstwerke werden ein Jahr lang an ihren Plätzen bleiben. In jedem Sommer werden neue Künstlerinnen und Künstler dazukommen, und jedes Jahr wird ein Gast aus dem Ausland eingeladen. So verändert sich der Weg jedes Jahr und bietet immer wieder Anreize zur erneuten Erkundung.
Grußwort von Landrat Günter Kern: Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger! Das „Tal der Loreley“ zieht seit Jahrhunderten die Menschen durch seine einzigartige Schönheit in seinen Bann. Nicht zuletzt hat die Loreley auch zahllose Dichter, Künstler und Musiker in den vergangenen 200 Jahren zu oftmals bedeutenden Werken inspiriert – Werke, die nun ihrerseits wieder untrennbar mit dem „Tal der Loreley“ verbunden sind und dieses gleichsam künstlerisch überhöhen. Wer fährt beispielsweise noch an der Loreley vorbei, ohne an das von Silcher vertonte Heine-Gedicht zu denken, das mit den Worten beginnt „Ich weiß nicht was soll es bedeuten…“ Ich bin sehr froh, dass das Kult-Ur-Institut in Bettendorf diese lange Traditionsreihe der künstlerisch-literarischen Auseinandersetzung mit dieser so besonderen Landschaft wieder aufgreift und in die Tat umsetzt. Hier am zentralen Ort des „Welterbe Oberes Mittelrheintal“, direkt an der weltbekannten Loreley, entsteht ein Kunst-Literatur-Pfad, der in zahlreichen Stationen und vielen Einzelveranstaltungen die Besucher einlädt, sich auch mittels der Kunst und Literatur auf die sie umgebende Landschaft einzulassen. Ich danke vor allem den Initiatoren, Professor Harald Braem, Petra Dutiné und Sylvia Catharina Hess, sowie allen beteiligten Künstlern für ihr Engagement sehr herzlich, ich danke aber auch allen beteiligten Institutionen, Gemeinden und Behörden, die das Zustandekommen unterstützt haben. Als die UNESCO im Jahre 2002 die Kulturlandschaft Oberes Mittelrheintal mit dem „Welterbe“-Titel ausgezeichnet hat, stellte sie diese ganz besondere, von der Natur, dem arbeitenden Menschen, aber auch den Dichtern und Künstlern geprägte Kulturlandschaft, unser Mittelrheintal, in eine Reihe mit den herausragendsten Natur- und Kulturdenkmälern der Welt wie den Pyramiden von Gizeh, den Grand Canyon, die chinesische Mauer, um nur einige zu nennen. Für uns alle, die wir im und für das Mittelrheintal Verantwortung tragen, ist dies eine große Chance. Denn es gilt nicht nur, für den Erhalt und die behutsame Weiterentwicklung „unseres Welterbes“ zu sorgen, sondern auch den Menschen, Einheimischen wie Gästen, sozusagen die Augen und Ohren zu öffnen für ein neues Hinschauen, ein neues Hinhören auf den universalen Wert dieser einzigartigen Landschaft. Ich wünsche mir, den Initiatoren, Künstlern und vor allem den Besuchern, dass der Kunst-Literatur-Pfad Loreley auf seine eigene Weise dazu beitragen wird.
Ihr |
||