KünstlerInnen 2011         ... und schuf mir einen Garten aus Ideen.    
Der Bildhauer Roland Issenlor aus Lautenbach-Zell im Elsass, selbst alljährlich Veranstalter einer erfolgreichen Open-Air-Galerie, präsentiert einen lebensgroßen Bären aus Metall, der die Menschen zu Toleranz aufruft und an eine gemeinsame Existenzberechtigung erinnert (Station 7).   Große Beachtung findet sicherlich das fast vier Meter hohe „Wellenross der Loreley“, das der Hunsrücker Andreas Nehring am Block Loreley aufstellt (Station 8). Dabei bezieht er sich auf die Sage von der Loreley, die in Bedrängnis die wilden Rosse von Vater Rhein zu Hilfe ruft – meterhohe Wellen.  
  Der „Deutschengl“ aus Wladimir Majakowskijs Gedicht „Die Wirbelsäulenflöte“ wurde im Atelier von Matthias Kraus aus Hasselroth ein geflügelter Knabe. In seinem „Garten der Ideen“ an der Loreley hängt er in einem wackelig aussehenden Gestell und spritzt fröhlich vor sich hin– Sinnbild dafür, wie jung und verletzlich die Menschen sind in ihrem Geist (Station 4).   Mit Holz arbeitet auch die Offenbacherin Heide Khatschaturian, die sich mit dem Thema „Zwischenräume“ beschäftigt hat (Station 5). Auf der Grundlage des Gedichts „Es war einmal ein Lattenzaun...“ von Christian Morgenstern verweist sie auf den Zwischenraum als Doppelgesichtigkeit und behauptet: Ohne Zwischenraum keine Sehnsucht.  
  Mit dem ebenfalls im Hunsrück beheimateten Jörg Stein haben die Veranstalter einen Land-Art-Künstler gewonnen, der aus Haselnuss-Stangen eine geheimnisvolle ökologische Nische schaffen wird, in der Besucher sich mit seinem Gedicht auseinandersetzen können (Station 3).   Ein Märchen der Gebrüder Grimm hat sich der Frankfurter Roland Zehetmeier vorgenommen: „Der Fundevogel“ wird von dem Bildhauer in eine sensible Installation transformiert. Der Zauber der überlieferten Bilder soll beim Betrachter neue Gedanken, Gefühle und Leidenschaften auslösen und sie so weiterleben lassen (Station 1).  
  Eine Verbindung von der Romantik in die Postmoderne will Sylvia Catharina Hess vom Kulturhof Blaues Land in Bettendorf mit der Installation „Das gute Glück“ schaffen und bezieht sich dabei auf das Motiv der „blauen Blume“ bei Novalis und Eichendorff. Ihre Installation fügt sich in die Naturumgebung des Waldes mit seinem Licht- und Schattenspiel wie eine Theaterbühne ein (Station 2).   Petra Dutiné, die ebenfalls auf dem Kulturhof lebt und arbeitet, holt mit einer Spiegelinstallation den Himmel auf die Erde und reflektiert über das Thema „Zeit“ (Station 6). Es ist die Dualität - die Menschen stets im Wechsel von Lust und Leiden, Liebe und Hass, Leben und Tod begleitet, denn zwischen Himmel und Erde bestimmt uns die Zeit ...in ihr kann das Auge sehen (Athavaveda, Die Zeit).  
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